Immun­check­point-Inhi­bi­ti­on bei Mikro­sa­tel­li­ten-insta­bi­len
Tumo­ren

Kurz­be­schrei­bung:
Mikro­sa­tel­li­ten sind DNA-Berei­che, bei denen sich eine kur­ze Sequenz, die eine Län­ge von einem bis etwa sechs Nukleo­ti­den auf­weist, mehr­fach wie­der­holt. Sie kön­nen sowohl in kodie­ren­den als auch nicht­ko­die­ren­den Regio­nen vor­han­den sein. Bei Men­schen kommt das aus Cyto­sin und Ade­nin bestehen­de Dinu­kleo­tid­mo­tiv (CA)n, das an meh­re­ren zehn­tau­send Posi­tio­nen in der Keim­bahn auf­tritt, am häu­figs­ten vor. Auf­grund ihres repe­ti­ti­ven Cha­rak­ters sind Mikro­sa­tel­li­ten beson­ders anfäl­lig für Fehl­paa­run­gen wäh­rend der DNA-Repli­ka­ti­on. Dies betrifft ins­be­son­de­re Mikro­sa­tel­li­ten mit einem Motiv aus drei sich wie­der­ho­len­den Nukleo­ti­den, die wäh­rend der Mei­ose unbe­ab­sich­tigt ver­län­gert wer­den kön­nen.

Gene­rell wei­sen Mikro­sa­tel­li­ten eine höhe­re Muta­ti­ons­ra­te als ande­re DNA-Berei­che auf, die sich haupt­säch­lich durch Ände­run­gen der Län­ge und weni­ger durch Sequenz­ver­än­de­run­gen prä­sen­tie­ren. Die­se Län­gen­va­ri­anz wird mit dem Begriff Mikro­sa­tel­li­ten-Insta­bi­li­tät beschrie­ben, die bei eini­gen Tumor­ar­ten beson­ders häu­fig auf­tritt. Durch die erhöh­te Anzahl an Muta­tio­nen kön­nen ver­mehrt Ras­ter­ver­schie­bun­gen und Neo­an­ti­ge­ne ent­ste­hen. Meh­re­re Stu­di­en konn­ten zei­gen, dass die­se Tumo­ren unab­hän­gig vom betrof­fe­nen Gewe­be gut auf Immun­check­point-Inhi­bi­to­ren anspre­chen.

Autor: Prof. Dr. med. Ralf-Die­ter Hofheinz

Gül­tig­keit: 15.07.2022–15.07.2023

VNR: 2760909012025810015

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Zer­ti­fi­zie­rung: Baye­ri­sche Lan­des­ärz­te­kam­mer

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Kate­go­rie: I

Bear­bei­tungs­zeit: 90 Minu­ten

Teil­nah­me: kos­ten­frei

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Trans­pa­renz­in­for­ma­ti­on und Offen­le­gung von Inter­es­sen­kon­flik­ten

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