Herz­in­suf­fi­zi­enz und Infek­tio­nen

Kurz­be­schrei­bung:
An chro­ni­scher Herz­in­suf­fi­zi­enz lei­den in Deutsch­land etwa 5 % der erwach­se­nen Bevöl­ke­rung. Mit fort­schrei­ten­dem Ver­lauf der Erkran­kung kann es zu Dekom­pen­sa­tio­nen der Herz­in­suf­fi­zi­enz kom­men, ver­bun­den mit einer erhöh­ten Anzahl an Hos­pi­ta­li­sie­run­gen. Jeder Kran­ken­haus­auf­ent­halt ver­schlech­tert die Pro­gno­se von die­sen Patient*innen und erhöht das Mor­ta­li­täts­ri­si­ko. Die Prä­ven­ti­on von Dekom­pen­sa­tio­nen der Herz­in­suf­fi­zi­enz ist daher ein ent­schei­den­des Ziel bei der Behand­lung der chro­ni­schen Herz­in­suf­fi­zi­enz. Eine Ursa­che für Dekom­pen­sa­tio­nen und damit ein­her­ge­hen­de Hos­pi­ta­li­sie­run­gen stel­len Infek­tio­nen dar. Ins­be­son­de­re respi­ra­to­ri­sche Infek­tio­nen sind bei Patient*innen mit Herz­in­suf­fi­zi­enz von hoher Rele­vanz. Aus die­sem Grund sind Stra­te­gien zur Prä­ven­ti­on und Behand­lung von Infek­tio­nen not­wen­dig. Eine opti­ma­le The­ra­pie der Herz­in­suf­fi­zi­enz ist dabei als Basis anzu­se­hen, die durch wei­te­re Vor­ge­hens­wei­sen wie z. B. Imp­fun­gen ergänzt wird. Im fol­gen­den Text wer­den die wich­tigs­ten Infor­ma­tio­nen zur Herz­in­suf­fi­zi­enz und deren Behand­lung sowie zu rele­van­ten respi­ra­to­ri­schen Infek­ti­ons­krank­hei­ten vor­ge­stellt. Abschlie­ßend erfolgt ein kur­zer Exkurs zur Myo­kar­di­tis bei Sportler*innen, einer häu­fig durch Viren ver­ur­sach­ten Herz­mus­kel­ent­zün­dung, die ins­be­son­de­re bei jun­gen Men­schen schwer­wie­gen­de Fol­gen wie eine Herz­in­suf­fi­zi­enz aus­lö­sen kann.

 

 

Autor: Prof. Dr. med. Cars­ten Tschö­pe, Prof. Dr. med. Mar­tin Wit­zen­rath

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